Die PSP zählt zu der seltenen Erkrankungen, sie dürfte allerdings relativ häufig sein, wird aber allzu oft von den Fachärzte verkannt. Einiges wird sich, stellvertretend, auf diese Erkrankung beziehen.
Seltenen Erkrankungen sind gar nicht so selten, man geht davon aus, dass 5 % der Bevölkerung betroffen ist. Es gibt allerdings sehr viele seltene Erkrankungen (8000 ?).
Die Liste könnte weiter geführt werden. Die Eigenschaften des jeweiligen Arzt können sich auf deren Qualität auswirken.
“If you hear hoofbats think of horses not zebras”.
(„Wenn Du Hufgetrappel hörst, dann denke an Pferde und nicht an Zebras.“)
Prof. Dr. Theodore E. Woodward
Dieser Zitat dürfte viele Ärzte Prägen.
Wenn dieser Spruch nicht falsch ist, sind die Leidtragenden diejenigen die eine seltene Erkrankung haben.
Ein Arzt aus ein bestimmte Fachbereich, wird als erste an Symptome die er aus seine Praxis kennt denken. Ist ein Symptome auch bei eine andere Fach angesiedelt (Es gibt immer Überschneidungen) könnte er vergessen über das Tellerrand zu schauen. Dies geschieht beispielsweise oft bei ein Parkinson Syndrome wenn Schmerzen vorhanden sind und der Patient sich beim Orthopäde vorstellt. Dies führt oft zu sinnlose Behandlungen und eine verspätete Diagnose der Erkrankung.
Plakativ ausgedruckt, könnte man sagen: Der Generallist weist über alles ein wenig. Der Spezialist weist alles über ein wenig.
Eine fundierte Expertise kann nur von Ärzte vorhanden sein, wenn sie auf ein geringer Teil des Spektrum des jeweiligen Bereiches sich spezialisiert haben. Für andere Erkrankungen sind oft geringere Erfahrungen vorhanden und sie entsprechen dann der Generallist. Leider sind diese Erkenntnisse, nicht überall vorhanden und vor allem nicht bei der Politik.
Niedergelassene Fachärzte, in dem Fall Neurologe. betreuen eine sehr große Anzahl an Erkrankungen. Oft scheint, aus den Augen einen Laie, eine Unterspezialisierung vorhanden zu sein.
Die PSP (Progressive supranukleäre Blickparese) zählt zu den primäre Parkinson Syndrome, diese gehören wiederum zur Familie der Bewegungsstörungen.
Neben der Bewegungsstörungen sind weitere Gebiete vorhanden, der einen Neurologe wird sich auf Multiple Sklerose eher befassen, andere mit die verschiedene Formen der Demenzen usw.
Ärzte sind verpflichtet sich weiterzubilden, es gibt immer neue Erkenntnisse, neue Medikamenten usw.
Naturgemäß sind die weit verbreitete Erkrankungen gut bei der Weiterbildung vertreten. Seltene Erkrankungen dürften nicht auf ein breite Interesse stoßen, der Anzahl an Arbeite über diese Krankheiten dürfte ebenso selten sein, wie die Erkrankung selbst. Dies bedeutet, dass das Wissen der Ärzte nicht immer den aktuellen Erkenntnisse entspricht.
Ein Parkinson Syndrome wird durch das Vorhandensein von Kardinale Symptome gekennzeichnet.
Die Diagnose der primäre Parkinson Erkrankungen sind klinische Diagnose, sie basieren auf der Symptomatik. Bildgebende Verfahren dienen vor allem zum Ausschluss andere Ursache. Einige weitere Bildgebende Verfahren können Hinweise auf ein mögliche neurodegenerative Parkinson Syndrome, belegen es aber nicht, sie geben nur starke Hinweise.
Interessant ist, dass die DLK sowohl eine Demenz wie auch eine Bewegungsstörung ist. Je nach Unterfach sind, in der Literatur, auch kleine Abweichungen in der Beschreibung feststellbar.
Auch bei der PSP gibt es Eigentümlichkeiten. Eine Variante der PSP ist die PSP-CBS (Kortikobasale Syndrom). Bei der CBD gibt es, sozusagen ein Pendant: die CBD-PSP.
Eine seltene Erkrankung, die eine sehr ähnliche Symptomatik wie die PSP hervorruft ist Morbus Pick, eine genetische Erkrankung. Das Auftreten der Symptome erfolgt allerdings bei jüngere Menschen, damit wird die bei PSP Diagnostizierten (Beginn der Symptome ab ca. 40 Jahre, bei den meisten gegen 60 Jahre).