Herr Neumann
erlebt einen frustrierenden Tag. Während der Morgentoilette lässt er
sein Radio laufen. Die Expertin berichtet Interessantes. Aufmerksam hört
er zu und bedauert, sich so schnell keine Notizen machen zu können. Da
sagt der Moderator: „Wenn Sie unsere Reportage noch einmal hören oder
nachlesen wollen, können Sie das im Internet auf unserer Homepage tun
und dort weitere Berichte herunterladen.“
Ein Brief trifft ein. Von Australien aus war er 14 Tage unterwegs. Sein
Sohn ist aus beruflichen Gründen für zwei Jahre dorthin gezogen. Er
schreibt den Eltern: „Ich wünschte, ihr hättet E-Mail. Dann könnte ich
Euch viel direkter von meinem Leben hier berichten und Fotos
beifügen.“
Es klingelt an der Haustür. Der braun gebrannte Nachbar, Herr Meister,
ist aus dem Urlaub zurück und holt seine Post ab. Er schwärmt: „Das
Hotel und die Umgebung hab‘ ich mir vorher genau angesehen, im Internet,
und dort auch gebucht. War ein Schnäppchen!“ Nun schneit auch noch Frau
Kühn ins Haus. Die Freundin erzählt dem Ehepaar Neumann mit leuchtenden
Augen, wie sie die Kaffeekanne ihres Lieblingsservices bei einem
Auktionshaus im Internet gefunden hat. Die alte Kanne sei ihr neulich
heruntergefallen. Demnächst wolle sie den alten Fotoapparat ihres
verstorbenen Mannes dort versteigern. Sie habe jetzt eine kleine,
handliche Digitalkamera. Der alte Apparat sei ihr zu schwer und zu
umständlich zu handhaben. Da er aber gute Objektive habe, finde sie
sicher einen Abnehmer. Frau Neumann staunt. „Das geht ganz einfach. Wie
ein Flohmarkt, nur eben elektronisch“, versichert Frau Kühn.
Am späten Vormittag findet das Ehepaar endlich Zeit, sich mit einem noch
nicht geklärten Thema zu beschäftigen: Der Fernseher muss ersetzt
werden. Der neue soll modern sein und wenig Strom verbrauchen. Die
Technik entwickelt sich ständig weiter, alles ist sehr verwirrend. Frau
Neumann sagt: „Ruf doch deinen kundigen Freund Meister an!“ Der rät zum
Vergleich von Geräten und Preisen im Internet. „Hab‘ ich nicht“, knurrt
Herr Neumann, inzwischen schon ziemlich genervt. „Na gut, ich informiere
mich für Euch und schicke Euch dann eine Mail – ach, das geht dann ja
auch nicht!“
Rechnungen müssen bezahlt werden. Auf zur Bankfiliale. Doch kürzlich
wurde die Filiale geschlossen, vielleicht sind die Öffnungszeiten er
anderen im Internet aufgeführt. Kann Freund Meister hier aushelfen? Der
versteht noch nicht einmal das Problem. „Ich mache Online-Banking und
erledige alles von zu Hause aus.“ Frustriert blickt Herr Neumann in den
Himmel, der nun auch seine Schleusen geöffnet hat. Er verschiebt die
Sache mit der Rechnung.
Frau Neumann singt im Kirchenchor. Die nächste Probe muss verschoben
werden. Zwölf Personen sind zu benachrichtigen. Sie ruft acht Damen an,
teilt den neuen Termin mit und schickt an die restlichen ein Fax. Ihre
Chor-Freundin Frau Kühn erklärt energisch: „Du brauchst unbedingt
Internet. Da schreibst Du eine E-Mail mit Verteiler an alle. Von neun
Chormitgliedern weiß ich, dass sie im Netz sind. Dann hast Du nur noch
drei Telefonate oder Faxe.“
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